Außenlandung im Segelflug

Die Außenlandung

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Die Thermik geht zu Ende, der Flugplatz ist im Gleitflug nicht mehr zu erreichen! Was anderen Piloten Schweißperlen auf die Stirn treibt, ist für Segelflieger normal: Die Außenlandung!
Leider steht dann oft in verschiedenen örtlichen Pressen und auch in den mit den vier Buchstaben im Artikel nichts von Normalität, sondern oft taucht fälschlicherweise das Wort „Notlandung“ auf!
Dabei darf jedes Segelflugzeug bei Nichterreichen eines Flugplatzes fast überall landen und das legal und vor allem ohne, dass es eine Notlage ist! Sowas passiert an vielen Wochenenden in Deutschland und überall auf der Welt und das hundertfach. Als Außenlandefläche wird bevorzugt ein Acker gewählt, denn auf diesem gibt es keine Weidezäune oder gar große Steine, die man aus der Luft nicht richtig erkennen kann. In der heutigen Zeit macht das Handy die Kommunikation etwas einfacher, denn das manchmal mühselige Bauern-mit-Telefon-Suchen ist heute nicht mehr nötig. Jedes Segelflugzeug hat einen eigenen Transportanhänger, der von der Rückholmannschaft zum Flieger gefahren wird. Spannend für alle Beteiligten ist hierbei auch heute noch das Finden des Fliegers, und das trotz Navigation, denn nicht jeder Feldweg ist verzeichnet. Manchmal ist der Pilot auch leider nicht neben dem Zufahrtsweg gelandet und jede Rückholmannschaft hofft auf einen gut begehbaren Acker und vor allem, dass er nicht frisch gegüllt ist! Jedes Segelflugzeug ist so konstruiert, dass es mit wenigen Handgriffen auf den Transportanhänger verladen werden kann. Nun kann es zum Eis essen gehen!
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